Der Flughafen München hat zwei Terminals – aber wer nur „Terminal 1" liest, weiß noch lange nicht, wo er halten muss. Dieser Überblick erklärt die Aufteilung so, wie sie für Abholer und Fahrer zählt.
Terminal 1 ist kein einzelnes Gebäude, sondern eine lange Reihe von Modulen. Sie werden mit Buchstaben unterschieden – A, B, C, D, E und F. In der Fluganzeige tauchen sie als 1A bis 1F auf.
Dazu kommt der Sonderbereich 1Z. Für die Abholung spielt er keine Rolle: 1Z betrifft nur Abflüge – als Ankunftsbereich kommt er nicht vor. Deshalb blendet die Fluganzeige den 1Z-Filter aus, sobald du auf Ankunft stehst.
Entscheidend ist: Jedes Modul hat seine eigene Vorfahrt und eigene Ausgänge. Die Module liegen nebeneinander an derselben Straße, aber zwischen 1A und 1F liegen mehrere hundert Meter. Wer am falschen Modul steht, während sein Fahrgast am anderen Ende mit zwei Koffern wartet, verliert leicht eine Viertelstunde – und der Fahrgast verliert die Geduld.
Deshalb zeigt die Fluganzeige das Modul direkt in der Zeile an, und über die Leiste oben filterst du die Liste mit einem Tipp auf genau das Modul, das dich interessiert.
Terminal 2 wird von Lufthansa und ihren Star-Alliance-Partnern genutzt. Anders als Terminal 1 hat es eine gemeinsame Ankunftsebene – hier gibt es also nicht das Modul-Problem, alle Ankommenden kommen im selben Bereich heraus.
Zu Terminal 2 gehört zusätzlich das Satellitengebäude mitten im Vorfeld, das keine eigene Straßenanbindung hat. Passagiere werden von dort mit einer unterirdischen Bahn zum Hauptgebäude gebracht. Für dich als Abholer ändert das nichts am Treffpunkt – wohl aber an der Zeit: Wer am Satelliten landet, braucht ein paar Minuten länger, bis er im Ankunftsbereich steht.
Am 21. April 2026 ist der neue Pier an Terminal 1 in Betrieb gegangen – ein Anbau für rund sechs Millionen Passagiere im Jahr. Er ist ausgelegt für den Non-Schengen-Verkehr, also Flüge von außerhalb des Schengenraums.
Dort werden unter anderem Emirates, Etihad, Qatar Airways, American Airlines und Delta abgefertigt. Das ist für Fahrer relevant, weil es Langstrecke bedeutet: viel Gepäck, Passkontrolle, oft mehrere Personen pro Fahrgast – und entsprechend längere Wartezeit zwischen Landung und dem Moment, in dem jemand wirklich vor der Tür steht.
Die Ebenen im Pier sind so verteilt: Ankunft und Passkontrolle liegen oben (Level 05), die Gepäckausgabe darunter (Level 03). Vom Pier gibt es außerdem Shuttlebusse zu Terminal 2 für Umsteiger.
Der Flughafen betreibt mehrere Taxi Service Points. Nach Angaben des Flughafens befinden sie sich auf Ebene 00 in den Modulen B, C und D des Terminals 1 sowie an der Vorfahrt Nord am Terminal 2. Dort hängt auch die Flughafenbenutzungsordnung aus, auf die sich die Taxi-Nutzungsordnung bezieht.
Mehr zum Ablauf am Standplatz, zur Warteschlange und zur Kurzfahrtenregelung steht auf der Seite Taxi am Flughafen München.
Der Flughafen kann einem Flug kurzfristig ein anderes Terminal oder Modul zuweisen – bei Verspätungen, Umleitungen oder wenn eine Position belegt ist. Wer sich auf die Angabe vom Vortag verlässt, steht dann falsch.
Genau dafür markiert die Fluganzeige solche Wechsel farblich. Über den (*)-Filter in der Leiste siehst du ausschließlich die Flüge, bei denen sich das Terminal seit dem letzten Abruf geändert hat.
Quellen: Flughafen München zum Terminal-1-Pier, Flughafen München zum Taxi Service Point. Alle Angaben ohne Gewähr – maßgeblich sind die offiziellen Anzeigen am Flughafen. MUC Airport Info ist ein privates, unabhängiges Angebot und keine Website der Flughafen München GmbH.